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Und dann plötzlich …….. war sie nicht mehr da…….

Wie gerne würde ich noch ein letztes Mal mit meinen Fingern über ihr seidiges, grau-schwarz getigertes Fell streichen. Ihre Weichheit und Wärme spüren. Ihr zufriedenes, wohliges Schnurren in meinem Ohr. Wie gern ein allerletztes Mal abends gemeinsam auf der Couch liegen und zusammen den Moment genießen. Das freudige Miauen hören, wenn sie mich nach einem langen Arbeitstag schon hinter der Eingangstür erwartet. Mir dann um meine Beine streicht, mit ihrem zarten Kopf meine Hand anstupst – grad als wollte sie sagen „Schön dass du wieder da bist. Ich hab dich sehr vermisst“.

Doch sie ist weg……….gegangen……..für immer………

Die Erinnerung an sie brennt mir grad mit voller Wucht ein schwarzes Loch der Trauer in mein Herz und lässt es in Einzelteile zerbröseln. Es fehlt ein Teil. Ein großer Teil. Und das Loch wird nie zu stopfen sein. So sehr ich mich auch bemühe. Diesen Teil meines Herzens hat sie mitgenommen – als sie über die Regenbogenbrücke ging. Meine Fibi.

Meine Herzenskatze, die ihr Herz offen auf ihrer Brust vor sich hertrug wie man auf dem Foto gut sehen kann.

13 lange und intensive Jahre meines Lebens hat sie mich begleitet. Auch wenn sie die letzten Jahre bei meiner Mutter und ihrer Schwester Leni verbracht hat so war sie immer bei mir. Leider ein Waisenkind hab ich Fibi schon im zarten Alter von 5 Wochen bei mir aufnehmen dürfen. Die tiefe Bindung, die dadurch zwischen uns beiden entstand, hat auch geografisch größere Distanzen überwunden, sodass jede Begegnung, wenn ich sie bei meinen Eltern besucht habe, so war wie wenn wir keinen Tag getrennt gewesen wären.  

Auch jetzt noch – 10 Jahre nach einem meiner schwärzesten und schmerzhaftesten Tage im Leben – dem Tag als ich sie gehen lassen musste – rollen mir die Tränen über die Wangen wenn ich daran denke wie wahnsinnig und unglaublich ich sie vermisse. Grad eben – während ich diese Zeilen schreibe…….

Wenn man mich fragen würde – was war dein schönster, innigster Moment mit deiner Fibi? 

Ooohh – ich erinnere mich sooo gut an diesen Moment – ich fühle ihn immer noch mit jeder Faser meines Herzens. Es war eine Nacht im Jahr 1998. Kaum 1 Jahr alt ist sie damals gewesen. Der Tag an dem ich sie vom Kastrieren nach Hause geholt habe. Süß und tapsig ist sie mir – noch leicht von der Narkose benommen – mit leicht wackeligen Schritten auf Schritt und Tritt durch die Wohnung nachgelaufen. Eine echte Mama hatte sie nie. Ich war ihre Ersatzmama. Und wenn es einem als Kind schlecht geht will man bei seiner Mama sein. Von ihr gehalten und getröstet werden.
Dann kam die Schlafenszeit. Mein Bett – das wir uns normalerweise teilten – war viel zu hoch für sie um es zu erklimmen – noch dazu mit ihrer frischen Kastrationsnaht. Viel zu gefährlich! Also habe ich mir eine Matratze geschnappt, mich zu ihr auf den Boden gelegt und wir haben die Nacht- und auch die darauffolgenden – eng aneinander gekuschelt gemeinsam verbracht. Dieses innige Gefühl der Verbundenheit, Ruhe und beidseitiger Zufriedenheit spüre ich jetzt noch ganz tief in mir drin. Die Erinnerung an ihr wohliges Schnurren bringt noch heute meine Seele zum Vibrieren.

Wenn du über deine Zeit mit deinem Tier nachdenkst – was war euer innigster Moment? Ein Moment, der dein Herz aufgehen lässt wenn du daran zurückdenkst? Der dich mit Liebe durchflutet. Wie ein Raum, der vom goldenen Licht der aufgehenden Sonne geflutet wird. 

Hätte ich mir damals gewunschen schon auf dem fotografischen Stand von heute zu sein? Um mehr als Schnappschüsse machen zu können? Ja, ganz klar, das hätte ich mir sehr gewunschen.

Bin ich traurig und ein wenig verärgert über mich selbst, dass ich damals keine Fotos von einem professionellen Fotografen machen lassen habe? Ja, auf jeden Fall, das bin ich.

Dann würden nämlich heute viele wunderschöne Fotos von Fibi die Wände meiner Wohnung zieren und nicht nur ein paar tolpatschige Versuche von Schnappschüssen in schlechter Qualität in einem Fotoalbum im Schrank herumgammeln.

Aber die Zeit hält nicht an, für keinen von uns. Man kann nichts ungeschehen machen. Nicht zurückspulen. Nichts zurückholen was gegangen ist. Nichts wiederaufleben lassen was mal war. Nichts nachholen wenn sein Seelenpartner einen für immer verlassen hat. Keine Berührung, keine Geste, keine Handlung.

Aus diesem Grund bin ich – wann immer ich mit meinem Pferd Kjarkur zusammen bin – gänzlich präsent. Genieße jede Sekunde, die ich mit ihm verbringen darf. Wertschätze ihn. Lasse ihn fühlen wieviel er mir bedeutet.

Und – für mich am allerwichtigsten – ich habe bereits Kontakt mit einer befreundeten Fotografin aufgenommen und sie gebeten Fotos von Kjarkur und mir machen. Aber nicht um der Fotos willen, sondern um mich – wenn der Bub mich irgendwann mal verlassen hat – dann an diese wunderbaren, gemeinsamen Stunden zurückerinnern zu können. Die Verbundenheit, die sich zwischen uns entwickelt hat, dann nochmal spüren zu können. Die Bilder von all den schönen Momenten, die wir gemeinsam erlebt haben, nochmal in meinem Herzen hochzuholen. Jeden Tag aufs Neue. Wenn ich an den Bildern vorbeigehe, sie mir ansehe und mich zurückerinnere.

Und um meinem Kjarkur ein Monument zu setzen – an meinen Wänden – in Farbe und Großformat. Denn er – in seiner Einzigartigkeit und mit seinem große Herzen – verdient es festgehalten zu werden für die Ewigkeit – unsichtbar in meinem Herzen und sichtbar auf Bildern.

Somit – an dieser Stelle – ein Aufruf an dich!
Sei achtsam in jeder Sekunde, die Du mit deinem Seelenfreund verbringst!
Respektiere ihn/sie!
Zeige deinem pelzigen Partner in jeder Sekunde Eures Zusammenseins, wie sehr Du ihn/sie anbetest und liebst!
Und – lass gute Fotos von euch beiden machen – druck sie aus – schmücke deine Wände damit.

Denn es wird die Zeit kommen, in der du nur mehr liebevolle Erinnerungen an deinen Seelenfreund haben wirst…
Erinnerungen können verblassen – Bilder nicht…….

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In memoriam meiner Seelenkatze Fibi (1998 – 2011)
Ich vermisse dich jeden Tag unsagbar

Forever in my heart

 

Musik: For the end

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